KTZV - Kleintierzuchtverein Schweinheim 1893 e.V.



Wenn Leidenschaft und Tradition auf dem Spiel stehen
Seit 1990 züchte ich mit großer Leidenschaft Rassekaninchen und Rassegeflügel in meinem Garten. Für mich ist dieses Hobby weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Es ist ein Beitrag zum Erhalt alter Nutztierrassen und ein Stück gelebter Natur.
Leider droht die Rassekaninchen- und Rassegeflügelzucht langsam auszusterben. Es gibt kaum noch Nachwuchs, viele Menschen können mit diesem Hobby nichts mehr anfangen und immer mehr Züchter geben auf. Damit verschwinden nicht nur wertvolle Tierrassen, sondern nach und nach auch zahlreiche Traditionsvereine, die über Jahrzehnte das gesellschaftliche Leben geprägt haben. Als gemeinnützige Vereine stehen sie für Gemeinschaft, Ehrenamt und den Austausch zwischen den Generationen.
Umso glücklicher war ich, als mein heute zehnjähriger Sohn vor einigen Jahren den Wunsch äußerte, gemeinsam mit mir dieses Hobby auszuüben. Mit großer Begeisterung kümmert er sich um seine Tiere und übernimmt bereits Verantwortung. Besonders die Jungenaufzucht begeistert ihn jedes Jahr aufs Neue.
Mit ebenso viel Freude nimmt er an Ausstellungen teil und präsentiert dort seine selbst gezüchteten Tiere. Dabei konnte er bereits zahlreiche Erfolge feiern. Die errungenen Preise machen ihn unglaublich stolz und sind für ihn die Belohnung für seine Geduld, seine Arbeit und seine Liebe zu den Tieren.
Da wir zu Hause nur begrenzt Platz haben, habe ich meine eigene Rassegeflügelzucht aufgegeben, damit mein Sohn seinen Traum weiterleben kann. Er züchtet zwei kleine Hühnerrassen. Die Hähne wiegen nur etwa 500 Gramm, die Hennen entsprechend etwas weniger und benötigen nur wenig Platz. Sie sind neugierig, lebhaft und bereiten uns jeden Tag große Freude.
Natürlich krähen auch diese Mini-Hähne. Doch wir nehmen seit Jahren Rücksicht auf unsere Nachbarschaft. Sobald die jungen Hähne beginnen zu krähen, bringen wir sie in eine Voliere auf dem Gelände des Kleintierzuchtvereins Schweinheim. Zu Hause bleiben lediglich zwei Zuchthähne - jeweils einer pro Rasse.
Diese beiden Hähne sind unverzichtbar. Um die Rassereinheit zu erhalten, müssen unsere Tiere getrennt gehalten werden. Nur so können wir weiterhin rassereine Tiere züchten und sie auf Ausstellungen präsentieren. Ohne die Zuchthähne wäre eine verantwortungsvolle und anerkannte Rassezucht nicht möglich.
Über viele Jahre hinweg gab es damit keine nennenswerten Probleme. Doch ausgerechnet eine Nachbarfamilie, die seit rund 30 Jahren neben uns wohnt und unser Hobby von Anfang an kennt, fordert nun, dass wir die beiden Zuchthähne vollständig abschaffen sollen.
Für meinen Sohn ist das kaum zu verstehen. Die Tiere gehören für ihn längst zu seinem Leben. Sein größter Wunsch ist es, dieses schöne Hobby weiter ausüben zu dürfen.
Wenn Menschen ihr Hobby aus Angst vor Konflikten aufgeben müssen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Rassekleintierzucht immer weiter verschwindet. Mit ihr sterben auch viele Traditionsvereine, die einst einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft hatten und bis heute einen wichtigen Beitrag für Gemeinschaft, Ehrenamt und den Erhalt unserer Kultur leisten.
Vielleicht geht es deshalb am Ende gar nicht nur um zwei kleine Zwerghähne. Vielleicht geht es um die Frage, welche Werte wir als Gesellschaft bewahren wollen. Wollen wir Verständnis und Toleranz fördern oder zulassen, dass Traditionen, ehrenamtliches Engagement und die Begeisterung unserer Kinder für Natur und Tiere immer mehr verloren gehen?
Ich wünsche mir von Herzen, dass mein Sohn dieses Hobby auch in Zukunft mit derselben Begeisterung ausüben kann, mit der ich es seit mehr als 36 Jahren betreibe. Denn was einmal verloren gegangen ist, lässt sich oft nicht mehr zurückholen !
Der Vorstand
Kreis-Ausstellung
Kaninchen
im Kaninchenzuchtverein Hösbach
Kreisjugendmeister mit 382,5 Punkte
Deutsche Kleinwidder wildfarbig
Toni Heßler

Kreismeister mit 382 Punkte
Kleinsilber havannafarbig
Christian Heßler

Vater und Sohn :-)

Die guten alten Zeiten !!!
Frühschoppen + Schaffkopf
Wie in den guten alten Zeiten.... Egal ob alt oder jung, man trifft sich zum Frühschoppen oder einfach nur zum gemütlichen Beisammensein.
Jeden Sonntag von 10:00 Uhr - 12:00.
(Öffnungszeiten kann für das Schließen variieren :-) )
Auf Wunsch kann auch heiße Rindswurst/Wiener mit Brot serviert werden. Jedoch bitte mit Vorbestellung, da dies frisch besorgt wird.
Bei Interesse bitte Christian Heßler oder Roland Scholz kontaktieren.
1. Vorstand = Christian Heßler 0151/24048283
2. Vorstand = Roland Scholz 0170/4002021
Beauftragter = Vereinsheim & Halle

